Neonazi-Übergriff zum “Heldengedenken” in Neumünster


Mark Proch (vorne rechts mit Sonnenbrille) im Kreis der angreifenden Neonazis, 3.v.l. Reneé Rudi Eggert

Wie einem Artikel auf linksunten.indymedia.org zu entnehmen ist, haben ca. 25 Neonazis aus Schleswig-Holstein am 17.11.2013 in Neumünster Antifaschist_innen angegriffen. Die Neonazis, vorwiegend von der örtlichen NPD und dem “Aktionsbündnis Lübeck-Stormarn” (ABLS), störten sich offenbar an den fotografierenden Beobachter_innen und griffen diese mit Steinen, Autoteilen und Pfefferspray an. Beteiligt an dem Angriff waren u.a. der Kreisvorsitzende der NPD Segeberg-Neumünster und “Landesorgansisationsleiter” Daniel Nordhorn (Laboe), der Kreisvorsitzende der NPD Lübeck-Ostholstein und stellvertretender Landesvorsitzender Jörn Lemke (Lübeck) und der NPD Ratsherr in Neumünster, Mark Michael Proch. Auch der neumünsteraner NPD-Kandidat Alexander Kevin Meeder, der Liedermacher Lars Hildebrandt (Itzehoe) und der Webmaster des ABLS, Reneé Rudi Eggert, griffen mit an.

Die Neonazis trafen sich am Bahnhof Neumünster-Süd, um von dort gemeinsam zu einem “Heldengedenken” in Groß Kummerfeld zu fahren.

Insbesondere der NPD-Ratsherr Mark Proch hat sich in der Vergangenheit gern als Wutbürger und besorgter Familienvater inszeniert. Als Organisator der Proteste gegen vermeintliche “Kinderschänder” in Neumüster bestritt er ein “Neonazi” zu sein. Nachdem spätestens sein Antritt als Ratsherr dieses Bild zerbrechen ließ, als er vor seiner Vereidigung betrunken und pöbelnd durch die Innenstadt zog , dürfte er jetzt unzweifelhaft in den militanten Neonazi-Kreisen Neumünsters angekommen sein.

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