Zu “Identitären” und “Blood and Honour”


Anja (2. v.l.) und Stephan Buschendorff (3. v.l.) 2012 auf einer Kleinstkundgebung für den damals inhaftierten ehemaligen “English Defence League”-Anführer Stephen Yaxley-Lennon (aka Tommy Robinson) in Hamburg

In den letzten Tagen sind zwei lesenwerte Texte zu rechten Verstrickungen erschienen.

Eine Neumünsteraner Antifa-Gruppe veröffentlichte einen ausführlichen Text über die geschäftlichen Verstrickungen des ehemaligen “Blood and Honour”-Kaders Björn Schmidtke. Dieser baute sich ein Netzwerk aus fragwürdigen Unternehmen auf und trat in die “Bandidos” ein. Auch scheint er andere Neonazis in die Geschäftswelten zwischen Rotlicht und Rockern zu integrieren. Der Text passt thematisch zu unserem Artikel über Rechtsrock-Strukturen um ehemalige “Blood and Honour”-Kader aus Ostholstein. Inhaltlich bezieht sich der Artikel auf die aktuelle Kampagne An die Substanz .

Zudem veröffentlichte Antifainfo einen Artikel über die “Identitäre Bewegung” in Hamburg. Dabei werden auch einige Strukturen und Personen aus Schleswig-Holstein erwähnt. Insbesondere Anja und Stephan Buschendorff aus Lübeck haben sich in dieser Szene einen Namen gemacht, als sie im Frühjahr eine Kundgebung gegen eine Moschee in Hamburg organisierten. Zuletzt radikalisierte sich insbesondere Stephan Buschendorff, löste seine “Division” der “German Defence League” in Lübeck auf und gründete das inzwischen wieder eingestellte Anti-Antifa-Projekt “Antilinke Aktion Nord”. Für dieses Projekt betrieb er auch Recherche, wie im Juli in Hamburg . Inzwischen pflegt er vor allem Kontakte zu Neonazis der Lübecker Kameradschaftsszene.

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